Tipps zur Suchmaschinenoptimierung - Kapitel "Grundlagen-Optimierungstechniken-Verlinkung"

Verschiedene Sitemaps für unterschiedliche Zwecke

Sitemaps sind „Landkarten“ Ihrer Website, die dazu dienen, einen Überblick über sämltliche Inhalte einer Domain zu erlangen, ohne sämtlichen Links folgen zu müssen und so den kompletten Umfang der Domain mühsam „erarbeiten“ zu müssen. Sie dienen somit als Inhaltsverzeichnis einer Website. Sitemaps können als verzeichnisähnlich in einer einzelnen Ebene aufgebaut sein; eine hierarchiche Darstellung bieten oder sogar in grafischer und / oder interaktiver Form ungesetzt sein. Sitemaps dienen somit erstens dazu, den Zugriff auf alle Seiten zu gewährleisten und zugleich die Struktur der Webpräsenz abzubilden. Speziell für umfangreichere Sitemaps sind klare Strukturen sinnvoll, bei denen einzelne Seiten zu Kategorien zusammengefasst werden.

Im Beitrag „Wie Sie Seiten in den Suchindex bekommen“ wurde bereits erläutert, dass es verschiedene Arten von Sitemaps gibt, die sich entweder nur an Besucher oder Suchmaschinen oder auch an beide richten. Suchmaschinen nutzen die Sitemaps, um alle Links zu den zu verschlagwortenden Inhalten zu erfassen; ein Besucher kann mittels einer Sitemap gezielt nach einzelnen Seiten zu Themen fahnden, die ihn Interessieren. Ebenso kann mit Hilfe einer gut verlinkten Sitemap dafür gesorgt werden, dass ich der PageRank einigermaßen gleichmäßig über die Seiten verteilt.

HTML-Sitemaps

Grundsätzlich wird bei Sitemaps zwischen zwei verschiedene Typen (und Nutzungsarten) unterschieden.

Sitemaps zur Darstellung des Aufbaus einer Webpräsenz sind (hoffentlich) als gewöhnliche HTML-Seite(n) umgesetzt. Die Seite beinhaltet entweder eine komplette hierarchische Seitenstruktur aller zu einer Webpräsenz gehörigen Einzelseiten der Hauptnavigationsebene und zeigt auch deren Verknüpfungen zu anderen Seiten in Form von strukturierten Listen, einzelnen Abschnitten, die beliebig auf der Seite verteilt werden oder als Übersicht, die zu weiteren Sitemap-Seiten führt, die die Struktur eines einzelnen Teilbereichs darstellt. Diese Form der Sitemap dient also primär dazu, Besuchern einen Überblick über Struktur und Umfang der Webpräsenz zu liefern, was auch der „klassischen“ Aufgabe einer Sitemap entspricht.

Solche Sitemaps bergen ein gewichtiges Potential bei der Suchmaschinenoptimierung, sind bei falschem Einsatz aber auch dazu in der Lage, Ihre Chancen in Suchmaschinen zunichte zu machen. Bitte beachten Sie daher die Hinweise zur Gestaltung suchmaschinenoptimierter HTML-Sitemaps.

Text- / XML-Sitemaps

Die andere Art der Sitemaps wird ausschließlich zur Kommunikation von Links und weiteren Informationen zu jeder Seite, die in der Sitemap aufgeführt ist, an Suchmaschinen verwendet. Solche Sitemaps dienen also nicht einem menschlichen Besucher, sondern eher dem Webmaster. Sie unterstützen Suchmaschinen, alle Seiten eines Webauftritts zu finden. Dazu kann ein Textformat verwendet werden, in der in der einfachsten Variante alle Links einfach untereinander stehen. Weiter verbreitet sind sogenannte XML-Sitemaps. Google stellt zum Beispiel die Möglichkeit zur Verfügung, über Google Sitemaps direkt eine Sitemap einer Webpräsenz zu definieren, einschließlich aller vorhandenen URLs. Der Webseitenbetreiber erhält so die Möglichkeit, Google Informationen auch über solche URLs zu geben, die ansonsten vielleicht beim normalen Crawling („Durchforsten von Webseiten durch eine automatische Software“ … eben dem „Crawler„) nicht entdeckt und somit nicht in den Index aufgenommen würden. Die Crawler ermitteln neue Seiten aufgrund von Links innerhalb der eigenen Site und über andere Webseiten. Sitemaps ergänzen diese Informationen, um es den Crawlern zu ermöglichen, alle URLs zu besuchen, wenn die Suchmaschine Appetit auf neue Inhalte von Ihrem Server bekommt.

Online-Shops und Sitemaps

Speziell bei Shops kommen solche XML-Sitemaps oft zum Einsatz – nicht zuletzt auch, um den oben beschriebenen Problemem mit zu großen Sitemaps zu entgehen. Zudem haben Onlineshops häufig weit verzweigte Strukturen und große, ständig wechselnde Artikelbestände. Die Erstellung einer Sitemap für einen Onlineshop gestaltet sich aus diesem Grund auch wesentlich schwieriger, als für eine gut strukturierte Webseite. Hier besteht die Option, die „sichtbare“ HTML-Sitmap nur hierarchisch bis zu den Kategorien darzustellen, eine Auflistung der einzelnen Artikel erfolgt dann allerdings nicht, sondern muss über die Kategorie; Unterkategorie o. Ä. dann manuell erfolgen. Solche Sitemaps können Sie bei relativ konstanten Kategorien zutr Not sogar manuell erstellen oder mit Scriptsprachen wie PHP regelmäßig für den aktuellen Artikelbestand anhand der Datenbank erstellen lassen. Einfacher ist es hier aber sicher, gleich eine XML-Sitemap automatisch zu erstellen und diese zur Anmeldung der Seiten in den Suchmaschinen zu nutzen.

Aber auch im Fall einer XML-Sitemap müssen Sie prüfen, ob diese nicht zu groß wird. Eine einzelne Sitemap sollte nicht mehr als 50.000 URLs enthalten und nicht größer als 10 MB sein. Webseitenanbieter können daher bei Bedarf den Suchmaschinen mehrere Sitemapdateien bereitstellen. Die einzelnen Teil-Sitemaps werden dann in einer sogenannten Sitmap Indexdatei aufgeführt. Diese dürfen wiederum max. 1.000 Sitemaps enthalten und sind ähnlich aufgebaut wie eine gewöhnliche Sitemap.